Letzte Änderung:
31. Dezember 2009

Welche Hardware genügt für den Einstieg?

Die Frage nach der richtigen Hardware für den Einstieg in die Virtualisierung lässt sich nur bedingt pauschal beantworten.

Zunächst müssen natürlich offene Fragen geklärt werden:

- Was/wieviel will man virtualisieren?
- Welche Systemresourcen habe ich zur Verfügung (RAM, Prozessorleistung, HDD-Platz)?
- Will ich nur testen, oder die Virtualisierungslösung produktiv einsetzen?

Grundsätzlich sollten aber folgende Bedingungen erfüllt sein, damit Virtualisierung nicht nur Spaß macht, sondern auch erfolgreich = performant umgesetzt werden kann:

  • Ein 64-Bit-Prozessor mit Unterstützung für Virtualisierungs-Technologie
  • 2 besser 4 Kerne (VMware skaliert über alle Kerne)
  • ausreichend RAM für das Hostbetriebssystem (möglichst 64-bittig) + zusätzlichem RAM für die virtuellen Maschinen
  • ausreichend dimensionierter Festplattenplatz

VMware Server und VMware Player sind dabei einfacher zu handlen. Diese Lösungen werden auf einen vorhanden Betriebssystem (z.B. Windows) installiert. Je besser die Performance des Hostbetriebssystems ist, desto besser laufen die virtuellen Maschinen.

Beim ESX(i) sieht die Sache schon etwas anders aus. Hier wird zwingend ein 64-Bit-Prozessor mit hardwareseitiger Unterstützung von Virtualisierungstechnologien erforderlich.

Im Serverbereich empfehlen wir ein System mit einen Intel Xeon der Baureihe 55xx. Diese Prozessoren haben eine deutlich höhere Performance als das Vorgängermodell 54xx (bis zu 40%).

Für ESX(i) kann man pauschal sagen, dass auf einem Prozessorkern der 55xx-Baureihe ca. 2 - 4 virtuelle Maschinen laufen. Der RAM-Bedarf der VM liegt dabei zwischen 1 GB und 2 GB RAM je VM. Der benötigte Plattenplatz hängt natürlich von der individuellen Konfiguration ab.

Grundsätzlich sollte man im Produktiveinsatz auch noch folgende Punkte beachten:

  • HotSwap-Festplatten
  • renundante Netzteile
  • funktionierendes Backup
  • ggfs. renundante Netzwerkkarten

Gerade im Produktiveinsatz eines Unternehmens ist ein Betriebsausfall eher "unschön". Durch HotSwap-Festplatten und Konfiguration ausfallsicherer RAIDs (nicht RAID 0!!), ausfallsicherer Netzteile und ggfs. Netzwerkkarten, wird der Betrieb des Unternehmens nicht unterbrochen.

Ist eines des Bauteile defekt, kann es im laufenden Betrieb ausgetauscht werden (Netzwerkkarte ausgenommen). Somit gibt es keinen Betriebsausfall. Bei den Netzwerkkarten kann man durch die richtigte Konfiguration (z.B. Teaming/Bonding) den Betrieb aufrecht erhalten und ein Zeitfenster für den geplanten Austausch vereinbaren.

Der Austausch der Komponenten erfordert dabei noch nicht einmal einen Spezialisten: Altes Bauteil (z.B. HDD) rausziehen, neues einstecken, fertig. Der Rest läuft bei richtiger Komponentenauswahl und Konfiguration automatisch. Zeitaufwand ca. 15 Minuten (inkl. Auspacken).

Hardwareempfehlung

Wie oben beschrieben, ist die Hardwareanforderung von vielen Randbedingungen abhängig.

Für den produktiven Einsatz im Einstiegssegment möchten wir Ihnen folgende Produkte empfehlen (technische Änderungen vorbehalten):

  • HP ProLiant ML 150 oder ML 350 G6 (Standmodell), Xeon Quadcore ab 2 GHz, 12 GB RAM, bis 1 TB HDD Kapazität -> geeignet z.B. für SBS 2008 + Windows Server 2008 + 1 virtuelles Desktop-Betriebssystem
  • HP ProLiant DL 160 oder DL 360 G6 (Rackmodell), Xeon Quadcore ab 2 GHz, 24 GB RAM, bis 2 TB HDD Kapazität -> geeignet z.B. für SBS 2008 + Windows Server 2008 + Terminalserver + Desktop Betriebssystem (gesamt ca. 4 - 8 virtuelle Maschinen)

Die oben genannten System verfügen über ausreichend Rechenkapazität um den gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Wir haben solche Systeme bei unseren kleineren Kunden bereits erfolgreich im Einsatz.

     
   

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