Letzte Änderung:
30. März 2009

Begriffserklärung

Hier finden Sie eine Übersicht über die auf unserer Webseite verwendeten Begriffe und deren Bedeutung

.NET
Definition:.NET ist eine Plattform für aktuelle Programme, die mit unterstützenden Programmiersprachen entwickelt wurden.

.NET ist eine Technologie, die verschiedene Betriebssystem-Funktionen zusammenfasst und an einem zentralen Punkt anbietet und soll veraltete Technologien und Vorgehensweisen der Programmierer, wie z.B. COM oder API-Aufrufe im Programmcode, ersetzen. Microsoft entwickelte die Plattform als Umsetzung (Implementierung) des Common-Language-Infrastructure-Standards für Windows. Sie besteht neben einer Laufzeitumgebung aus einer Sammlung (Framework) von Klassenbibliotheken (API) und aus angeschlossenen Diensten, die gemeinsam eine Basis für Eigenentwicklungen bieten.

Blog
Definition:Ein Weblog (engl. Wortkreuzung aus Web und Log), häufig abgekürzt als Blog, ist ein digitales Tagebuch.

Es wird am Computer geschrieben und im Internet veröffentlicht. Es ist also eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Ein Blog ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt. Die Tätigkeit des Schreibens in einem Blog wird als bloggen bezeichnet.

BlueTooth™
Definition:Bluetooth ist ein in den 1990er Jahren ursprünglich von Ericsson entwickelter Industriestandard gemäß IEEE 802.15.1 für die drahtlose (Funk-)Vernetzung von Geräten über kurze Distanz

Bluetooth bietet eine drahtlose Schnittstelle, über die sowohl mobile Kleingeräte wie Mobiltelefone und PDAs als auch Computer und Peripheriegeräte miteinander kommunizieren können. Ein solches Netzwerk wird auch als Wireless Personal Area Network (WPAN) bezeichnet. Hauptzweck von Bluetooth ist das Ersetzen von Kabelverbindungen zwischen Geräten. Es gibt verschiedene Geräte mit Bluetooth (zum Beispiel Bluetooth-Headset).

BootB
Kurzform von:Business out of the Box
CGI
Kurzform von:Common Gateway Interface

Das Common Gateway Interface (CGI) – in etwa Allgemeine Vermittlungsrechner-Schnittstelle – ist ein Standard für den Datenaustausch zwischen einem Webserver und dritter Software, die Anfragen bearbeitet. CGI ist eine schon länger bestehende Variante, Webseiten dynamisch bzw. interaktiv zu machen. Ein Webserver, der CGI unterstützt, stellt der externen Software eine Laufzeitumgebung zur Verfügung, die insbesondere aus folgendem besteht:

  • Umgebungsvariablen (z. B. „SERVER_NAME“), die dem Programm helfen, sich über die Anfrage, Webserver-Einstellung und -Situation zu informieren. Die Bezeichnungen sowie das Format der Inhalte sind größtenteils standardisiert.
  • Bereitstellung von Ein- und Ausgabekanälen. Der stdout-Kanal mit der Antwort des Webservers verknüpft, stdin mit eventuell vorhanden POST-Daten.
CGI-Programme können also in vielen Programmiersprachen geschrieben sein, da die Anforderungen über das oben genannte nicht hinaus gehen. Ein Nachteil der CGI-Ausführung ist ihre relativ geringe Geschwindigkeit, da für jeden CGI-Aufruf eine neue Programm-Instanz ausgeführt wird. Auf hochfrequentierten Seiten wird CGI daher heutzutage nicht mehr so oft eingesetzt, denn selbst Ansätze wie FastCGI, welches gewisse Nachteile von CGI aufhebt, konnten sich zumindest nicht auf breiter Front durchsetzen. Um diesem Problem zu begegnen, gibt es mittlerweile z. B. für den Apache-Webserver Plugins, die verschiedene beliebte Sprachen (mod_perl für Perl, mod_python für Python, etc.) mit nativer Geschwindigkeit ähnlich einbinden, allerdings ist dies kein CGI. Dass mit CGI Programme auf dem Webserver ausgeführt werden können, die ein Dritter erstellt hat, ist in höchstem Maße sicherheitsrelevant. Daher muss sichergestellt sein, dass ein über CGI gestartetes Programm nur bestimmte, eingeschränkte Typen von Programmroutinen ausführen darf (z. B. kein Löschen von Dateien des Webservers u. ä.). Bei dem Apache-Webserver wird die Ausführung von CGI-Programmen mit Hilfe des Modules suexec gegen solche Cracker-Angriffe gesichert, die das Eindringen als Root-User zum Ziel haben. Die Sicherheitsmaßnahmen sind dabei mehrstufig aufgebaut und so streng, dass viele Server-Administratoren dazu übergegangen sind, auch andere serverseitige Sprachen über CGI laufen zu lassen. So wird zum Beispiel PHP bei den meisten Providern als CGI-Modul eingebunden (dadurch verliert PHP allerdings seinen Geschwindigkeitsvorsprung gegenüber CGI). Weitere serverseitige Technologien:
  • Active Server Pages (ASP)
  • ColdFusion
  • JSP
  • Servlet
  • PHP
  • FastCGI
  • mod_perl
  • Server Side Includes (SSI)

CMS
Kurzform von:Content Management System

Ein Content-Management-System (CMS) ist ein Anwendungsprogramm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten (Content) ermöglicht und organisiert. Digitale Informationen werden heute oft als Content (Inhalt) bezeichnet; sie können als Datei vorliegen, die einzeln verarbeitet wird – oder auch als zusammenhängender Komplex verteilter Anteile, wie z. B. für Webseiten die Formatierung via CSS und der Content auf einer „normalen“ HTML-Seite. Content-Management-Systeme unterscheiden sich von Portal-Systemen und Web-Content-Management-Systemen, die vor allem die Aufgabe haben, das Zusammenspiel zwischen den Benutzern und der Website zu steuern. Der Benutzer sollte das System auch ohne Programmierkenntnisse bedienen können, ebenso sollte er das System auch ohne Kenntnis von HTML oder XML benutzen können. Besonderen Wert wird auch auf eine medienneutrale Datenhaltung gelegt. So sollte ein Inhalt auf Wunsch beispielsweise als PDF- oder als HTML-Dokument abrufbar sein können, indem die Formate zur Laufzeit aus der Datenbank generiert werden. Auch Barrierefreiheit sollte vom System unterstützt werden. Je nach Anwendung kann auch eine Rechteverwaltung von Bedeutung sein.

Crontab
Kurzform von:Diese Tabelle besteht aus sechs Spalten; die ersten fünf dienen der Zeitangabe (Minute, Stunde, Tag, Monat, Wochentag), alle weiteren Zeichen bis zum Zeilenumbruch werden als der auszuführende Befehl aufgefasst.

crontab Diese Tabelle besteht aus sechs Spalten; die ersten fünf dienen der Zeitangabe (Minute, Stunde, Tag, Monat, Wochentag), alle weiteren Zeichen bis zum Zeilenumbruch werden als der auszuführende Befehl aufgefasst. Die einzelnen Spalten werden durch Leerzeichen oder Tabulatoren getrennt. Beispiel einer Crontab unter Debian GNU/Linux:

M    S   T M W    Befehl 
5 * * * * /usr/bin/message.sh
*/5 * * * * /usr/bin/message.sh
59 23 * * 0 cp /var/log/messages /log/backup/messages
0 0 * * * cp /var/log/syslog /log/backup/syslog
20,30 1 * * 1-5 /usr/bin/work.sh
Der erste Befehl (beginnend mit 5…) wird 5 Minuten nach jeder vollen Stunde, der zweite alle 5 Minuten (die Schrittweite wird durch */Schrittweite angegeben), der dritte einmal pro Woche sonntags um 23:59 Uhr, der vierte täglich um 00:00 Uhr und der fünfte montags bis freitags jeweils um 01:20 und 01:30 ausgeführt. Cron bietet noch mehr Funktionen, die bei den unten genannten Weblinks eingesehen werden können. Häufig führt der Cron-Daemon wichtige Programme für die Instandhaltung des Systems aus, wie zum Beispiel Dienste für das regelmäßige Archivieren und Löschen von Logdateien.

DLT
Kurzform von:Digital Linear Tape

Das Digital Linear Tape (DLT) ist in der Informationstechnik ein ehemals von Digital Equipment Corporation, inzwischen Quantum [1] entwickeltes magnetisches Speichermedium für die Datensicherung (Backup) und Archivierung von digitalen Daten. In der DEC MicroVAX II wurde ab etwa 1984 erstmalig das bei Experten sehr bekannte DEC TK50 Laufwerk serienmäßig eingebaut, welches zusammen mit seinem Nachfolger TK70 und den Medien CompacTape I bzw. CompacTape II Vorläufer der heutigen DLT-Technik war. Mit DLT-Medien können Daten im Vergleich mit anderen Technologien aus diesem Bereich wie QIC schneller übertragen werden; derzeit zählt die aktuelle Variante S-DLT zu den drei performantesten Bandtechnologien. Die Laufwerke besitzen eine zuschaltbare Hardwarekompression mit der die zu sichernden Daten komprimiert werden können. Die Hersteller gehen meistens von einer 2:1-Kompression aus - also Reduzierung auf die Hälfte. Diese Angabe hängt stark von den zu sichernden Daten ab und ist in der Praxis meistens nicht realistisch. Daher wird in diesem Artikel ausschließlich die unkomprimierte Kapazität angegeben. Im Midrange-Segment stehen DLT-Libraries und Roboterlösungen zur automatisierten Archivierung großer Datenbestände zur Verfügung.

DMZ
Kurzform von:Demilitarized Zone (auch ent- oder demilitarisierte Zone)

Eine Demilitarized Zone (DMZ, auch ent- oder demilitarisierte Zone) bezeichnet ein Computernetzwerk mit sicherheitstechnisch kontrollierten Zugriffmöglichkeiten auf die daran angeschlossenen Netzwerkknoten (Computer, Router, etc). Die in der DMZ aufgestellten Systeme werden durch eine oder mehrere Firewalls gegen andere Netze (z. B. Internet, LAN) abgeschirmt. Durch diese Trennung kann der Zugriff auf öffentlich erreichbare Dienste (Bastion Hosts mit z. B. E-Mail, WWW o. ä.) gestattet und gleichzeitig das interne Netz (LAN) vor unberechtigten Zugriffen geschützt werden. Der Sinn besteht darin, auf möglichst sicherer Basis Dienste des Rechnerverbundes sowohl dem WAN (Internet) als auch dem LAN (Intranet) zur Verfügung zu stellen. Ihre Schutzwirkung entfaltet eine DMZ durch die Isolation eines Systems gegenüber zwei oder mehr Netzen. Die IT-Grundschutz-Kataloge des BSI empfehlen ein zweistufiges Firewall-Konzept zum Internet. In diesem Fall trennt eine Firewall das Internet von der DMZ und eine weitere Firewall die DMZ vom eigenen Netz. Dadurch kompromittiert eine einzelne Schwachstelle noch nicht gleich das interne Netz. Im Idealfall sind die beiden Firewalls von verschiedenen Herstellern da ansonsten eine bekannte Schwachstelle ausreichen würde um beide Firewalls zu überwinden. Die Filterfunktionen können aber durchaus von einem einzelnen Gerät übernommen werden; in diesem Fall benötigt das filternde System mindestens drei Netzwerkanschlüsse: je einen für die beiden zu verbindenden Netzwerksegmente (z. B. WAN und LAN) und einen dritten für die DMZ. Auch wenn die Firewall das interne Netz vor Angriffen eines kompromittierten Servers aus der DMZ schützt, sind die anderen Server in der DMZ direkt angreifbar solange nicht noch weitere Schutzmaßnahmen getroffen werden. Dies könnte, z. B. eine Segmentierung in VLANs sein oder Software Firewalls auf den einzelnen Servern die alle Pakete aus dem DMZ-Netz verwerfen. Ein Verbindungsaufbau sollte grundsätzlich immer aus dem internen Netz in die DMZ erfolgen, niemals aus der DMZ in das interne Netz. Als letzte Instanz über diesen Grundsatz wacht in der Regel der Firewall-Administrator vor der Regel-Freischaltung. Dadurch reduziert sich das Gefährdungspotential eines kompromittierten Servers in der DMZ weitestgehend auf Angriffe:

  • auf die innere Firewall direkt
  • auf andere Server in der gleichen DMZ
  • über Sicherheitslücken in Administrations-Werkzeugen wie Telnet oder SSH.

DNS
Kurzform von:Domain Name System

Das Domain Name System (DNS) ist einer der wichtigsten Dienste im Internet. Seine Hauptaufgabe ist die Umsetzung von "Internetadressen" in die zugehörige IP-Adresse. Das DNS ist eine weltweit auf tausende von Servern verteilte hierarchische Datenbank, die den Namensraum des Internets verwaltet. Dieser Namensraum ist in so genannte Zonen unterteilt, für die jeweils unabhängige Administratoren zuständig sind. Für lokale Anforderungen – etwa innerhalb eines Firmennetzes – ist es auch möglich, ein vom Internet unabhängiges DNS zu betreiben. Hauptsächlich wird das DNS zur Umsetzung von Domainnamen in IP-Adressen (forward lookup) benutzt. Dies ist vergleichbar mit einem Telefonbuch, das die Namen der Teilnehmer in ihre Telefonnummer auflöst. Das DNS bietet somit eine Vereinfachung, weil Menschen sich Namen weitaus besser merken können als Zahlenkolonnen. So kann man sich den Domainnamen www.wikipedia.org leichter merken als die dazugehörende IP-Adresse 145.97.39.155. Ein weiterer Vorteil ist, dass IP-Adressen – etwa von Web-Servern – relativ risikolos geändert werden können. Da Internetteilnehmer nur den (unveränderten) DNS-Namen ansprechen, bleiben ihnen Änderungen der untergeordneten IP-Ebene weitestgehend verborgen. Da einem Namen auch mehrere IP-Adressen zugeordnet werden können, kann sogar eine rudimentäre Lastverteilung (Load Balancing) realisiert werden. Mit dem DNS ist auch eine umgekehrte Auflösung von IP-Adressen in Namen (reverse lookup) möglich. In Analogie zum Telefonbuch entspricht dies einer Suche nach dem Namen eines Teilnehmers zu einer bekannten Rufnummer, was innerhalb der Telekommunikationsbranche unter dem Namen Inverssuche bekannt ist. Das DNS wurde 1983 von Paul Mockapetris entworfen und in RFC 882 und 883 beschrieben. Beide wurden inzwischen von RFC 1034 und RFC 1035 abgelöst und durch zahlreiche weitere Standards ergänzt. Ursprüngliche Aufgabe war es, die lokalen hosts-Dateien abzulösen, die bis dahin für die Namensauflösung zuständig waren und die der exponentiell zunehmenden Zahl von Neueinträgen nicht mehr gewachsen waren. Aufgrund der erwiesenermaßen hohen Zuverlässigkeit und Flexibilität, wurden nach und nach weitere Datenbestände in das DNS integriert und so den Internetnutzern zur Verfügung gestellt (siehe unten: Erweiterung des DNS). DNS zeichnet sich aus durch:

  • dezentrale Verwaltung
  • hierarchische Strukturierung des Namensraums in Baumform
  • Eindeutigkeit der Namen
  • Erweiterbarkeit

FTP
Kurzform von:File Transfer Protocol

Protokoll zum Übertragen von Dateien über IP

h.264
Definition:h.264 MPEG-4 Video-Codec

H.264/MPEG-4 AVC ist ein Standard zur hocheffizienten Videokompression. Er wurde zunächst von der ITU (Study Group 16, Video Coding Experts Group) unter dem Namen H.26L entwickelt. Im Jahre 2001 schloss sich die ITU-Gruppe mit MPEG-Visual zusammen und führte die Entwicklung gemeinschaftlich im Joint Video Team (JVT) fort. Ziel des Projektes war es, ein Kompressionsverfahren zu entwerfen, das im Vergleich zu bisherigen Standards sowohl für mobile Anwendungen als auch im TV- und HD-Bereich die benötigte Datenrate bei gleicher Qualität mindestens um die Hälfte reduziert. Im Jahr 2003 wurde der Standard von beiden Organisationen mit identischem Wortlaut verabschiedet. Die ITU-Bezeichnung lautet dabei H.264. Bei ISO/IEC MPEG läuft der Standard unter der Bezeichnung MPEG-4/AVC (Advanced Video Coding) und ist der zehnte Teil des MPEG-4-Standards (MPEG-4/Part 10, ISO/IEC 14496-10). MPEG-4/AVC unterscheidet sich deutlich von MPEG-4/ASP. H.264 erreicht typischerweise eine etwa dreimal so hohe Codiereffizienz wie H.262 (MPEG-2) und ist auch für hoch aufgelöste Bilddaten (z. B. HDTV) ausgelegt. Das heißt, vergleichbare Qualität ist etwa bei einem Drittel der MPEG-2-Datenmenge zu erreichen. Allerdings ist der Rechenaufwand auch um den Faktor 2 bis 3 höher. Die für den Standard benutzten FourCCs sind „AVC1“, „DAVC“, „H264“, „X264“ und „VSSH.“ Die Matroska CodecID lautet „V_MPEG4/ISO/AVC“. Das standardisierte Dateiformat/Containerformat ist MP4.

Hot-Plug
Definition:Hot-Plug bezeichnet im Allgemeinen die Änderung von Hardware (Geräten bzw. Baukomponenten) im laufenden Betrieb von prozessorgesteuerten Systemen.

Der Weiterbetrieb eines Gesamtsystems bei Erweiterung oder Austausch einzelner Komponenten ist insbesondere für vernetzte Systeme von Bedeutung. Bekannteste Beispiele für Hot-Plug-fähige Technologien sind PC-Schnittstellen wie USB, Firewire oder PCMCIA. Auch Festplattenstandards wie z. B. SCSI, SATA oder SAS unterstützen diese Technologie. In der Telekommunikation oder der industriellen Steuerungs- und Regelungstechnik ist die Fähigkeit des Hot-Plug ebenfalls von Bedeutung.

HTML
Kurzform von:Hypertext Markup Language

Sprache, die von Webbrowsern wie Internet Explorer oder Mozilla verstanden wird um Webseiten darzustellen

IP
Kurzform von:Internet Protocol

Das Internet Protocol (IP) ist ein in Computernetzen weit verbreitetes Netzwerkprotokoll. Es ist eine (bzw. die) Implementierung der Internet-Schicht des TCP/IP-Modells bzw. der Vermittlungsschicht (Network Layer) des OSI-Modells. IP bildet die erste vom Übertragungsmedium unabhängige Schicht der Internetprotokoll-Familie. Das bedeutet, dass mittels IP-Adresse und Subnetzmaske (subnet mask) Computer innerhalb eines Netzwerkes in logische Einheiten, so genannte Subnetze, gruppiert werden können. Auf dieser Basis ist es möglich, Computer in größeren Netzwerken zu adressieren und Verbindungen zu ihnen aufzubauen, da logische Adressierung die Grundlage für Routing (Wegewahl und Weiterleitung von Netzwerkpaketen) ist. Das Internet Protocol stellt die Grundlage des Internets dar.

IPSec
Kurzform von:IPsec (Kurzform für IP Security) wurde 1998 entwickelt, um die Schwächen des Internetprotokolls (IP) zu beheben

Es stellt eine Sicherheitsarchitektur für die Kommunikation über IP-Netzwerke zur Verfügung. IPsec soll die Schutzziele Vertraulichkeit, Authentizität und Integrität gewährleisten. Daneben soll es vor so genannten Replay-Angriffen bzw. einer Replay-Attacke schützen – das heißt, ein Angreifer kann nicht durch Abspielen eines vorher mitgeschnittenen Dialogs die Gegenstelle zu einer wiederholten Aktion verleiten. Der RFC 2401 bildet das Hauptdokument zu IPsec, er beschreibt die Architektur von IPsec. Von dort aus werden die unten genannten RFCs referenziert. Wesentliche Inhalte von IPsec sind die Protokolle Authentication Header (AH) und Encapsulated Security Payload (ESP) sowie Internet Key Exchange (IKE) zum Austausch der Schlüssel. Im Gegensatz zu anderen Verschlüsselungsprotokollen wie etwa SSH arbeitet IPsec auf der Vermittlungsschicht (Schicht 3) des OSI-Referenzmodells.

LAN
Kurzform von:Local Area Network

Ein Lokales Netzwerk (engl. local area network, daher auch im Deutschen oft abgekürzt LAN) ist ein Rechnernetz, dessen Größe jene von PANs übertrifft, das aber kleiner ist als MANs, WANs und GANs. Lokale Netzwerke sind als feste Installation dort zu finden, wo mehrere Rechner über kleine Entfernungen an einem bestimmten Ort dauerhaft vernetzt werden sollen. Für einzelne Veranstaltungen wie technikorientierte Kongresse oder LAN-Partys werden sie auch temporär aufgebaut.

LTO
Kurzform von:Linear Tape Open

Linear Tape Open, kurz LTO, ist ein Standard für Magnetbänder und die entsprechenden Laufwerke. Der Standard wurde von IBM, HP und Seagate als Gemeinschaftsprojekt erarbeitet. Das besondere an LTO ist, dass es von Anfang an als offener Standard entwickelt wurde, so dass es keine proprietäre Lösung eines einzelnen Herstellers oder Herstellerkonsortiums ist. So werden von den verschiedensten Herstellern LTO-Laufwerke, LTO-Autochanger, LTO-Libraries und LTO-Bänder angeboten. Ursprünglich war geplant, zwei Formate innerhalb des LTO-Standards zu etablieren. Die beiden Formatreihen trugen die Namen LTO-Ultrium und LTO-Accelis. Während die Ultrium-Bänder für die Sicherung von Daten vorgesehen waren, sollten die Accelis-Bänder der Archivierung von Daten dienen. Die Accelis-Bänder sollten daher einen wesentlich schnelleren Zugriff auf einzelne Dateien auf dem Band ermöglichen. Die Accelis-Bänder sind jedoch nie über das Entwicklungsstadium hinausgekommen und wurden vor der Markteinführung wieder verworfen. Zur Marktreife geführt wurden zuletzt nur die LTO-Ultrium-Produkte. Sie sind derzeit in den Subreihen LTO-Ultrium 1, 2 und 3 erhältlich. Die Ultrium-Bänder verfügen, ähnlich wie die AIT-Bänder, über einen Hardware-Speicher. In diesem 32 Kilobit (4 KB) großen Speicherchip werden unter anderem folgende Informationen abgelegt: die Seriennummer des Bandes und die Nutzungslogdateien der letzten 100 Tapemounts.

LWL
Kurzform von:Lichtwellenleiter

Lichtwellenleiter (Abk.: LWL, auch Lichtleiter genannt) sind flexible optische Medien aus Mineralglas (meist Kieselglas / Quarz(SiO2)) oder organischem Glas (Kunststoff), in denen Licht kontrolliert geleitet werden kann. Physikalisch gesehen handelt es sich dabei um dielektrische Wellenleiter.
Lichtwellenleiter kommen heute vor allem als Übertragungsmedium für leitungsgebundene Telekommunikationsverfahren (Glasfaserkabel), zur Übertragung von Energie (Lichtleitkabel z.B. für Laserstrahlung, UV-Licht und Beleuchtungszwecke) sowie in der Messtechnik (z. B. bei Infrarotthermometern und Spektrometern) zum Einsatz. Zur Signalübertragung über kurze bis mittlere Entfernungen werden Lichtwellenleiter aus Polystyrol oder Polymethylmethacrylat verwendet.

MX-RR
Kurzform von:MX Resource Record oder Mail Exchange Resource Record (MX-RR)

Der MX Resource Record oder Mail Exchange Resource Record (MX-RR) einer Domain ist ein Eintrag (Resource Record) im Domain Name System, der sich ausschließlich auf den Dienst E-Mail (SMTP) bezieht. Der MX-Record ermöglicht es, unter einer Domain mehrere Mailserver zu betreiben. Außerdem gibt er anderen Mailservern eine Priorisierung vor, in welcher Reihenfolge diese die Mailserver einer bestimmten Domain kontaktieren sollen. Fällt einer dieser Server aus, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass eine Mail trotzdem an die Empfängerdomain zugestellt werden kann. Schließlich ermöglicht dieses Verfahren, einzelne (physikalisch getrennte) Mailserver für Wartungsarbeiten vom Netz zu nehmen, ohne den Empfang von Mails zu gefährden. Beim Versand einer E-Mail fragt der Ausgangs-Mailserver zunächst den MX-RR der Domain (der Teil der E-Mail Adresse nach dem „@“) ab, der die Empfängeradresse zugeordnet ist. Im Regelfall existiert mindestens ein MX-RR zu jeder Domain (auch Sub-Domains). Der Ausgangsserver baut dann eine SMTP-Verbindung mit dem ersten gelisteten Mailserver der Eingangsdomain auf. Falls kein MX-RR vorhanden ist, versucht der Mailserver den A Resource Record (die IP-Adresse) der Domain festzustellen. Wenn der DNS auf diese Anfrage eine IP-Adresse zurückgibt, versucht der Mailserver, zu dieser IP-Adresse eine SMTP-Verbindung aufzubauen. Gelingt auch das nicht, meldet er einen Fehler (Host unknown). Falls ein MX-RR vorhanden ist, schickt er die E-Mail an den Mailserver, der dort vermerkt ist. Falls mehrere MX-RRs vorhanden sind, wird die E-Mail an den Mailserver mit dem niedrigsten Prioritätswert gesendet. Falls dieser nicht erreichbar ist, versucht der Mailserver den nächsten Mailserver in der MX-Liste zu erreichen usw. Dadurch kann der Ausfall eines Mailservers relativ einfach kompensiert werden.

MySQL
Definition:MySQL ist ein SQL-Datenbankverwaltungssystem der schwedischen Firma MySQL AB. MySQL ist als Open-Source-Software für verschiedene Betriebssysteme verfügbar und bildet die Grundlage vieler Webauftritte

MySQL ist eine freie Software und steht seit einiger Zeit unter der GPL und einer kommerziellen Lizenz (Duales Lizenzsystem) zur Verfügung. Es gehört zu den am weitesten verbreiteten Open-Source-Programmen. Neben den meisten Unix-Varianten, Mac OS X und Linux läuft MySQL auch auf Windows und OS/2 (nur Version 3.x) und vielen weiteren Betriebssystemen. MySQL wird sehr häufig zusammen mit dem Webserver Apache und PHP eingesetzt. Diese Kombination wird entsprechend der Anfangsbuchstaben der beteiligten Software als LAMP bzw. WAMP (mittlerweile als XAMPP) bezeichnet, je nachdem ob als Betriebssystem Linux oder Windows benutzt wird. MySQL wird aber auch in vielen kommerziellen Anwendungen verwendet, dann in der Regel unter der kommerziellen Lizenz, auch in der Variante als embedded Server. MySQL bietet eine im Bereich des DBMS einzigartige Möglichkeit: es erlaubt die Verwendung von verschiedenen Tabellentypen (Engines, zum Beispiel MyISAM, InnoDB, Berkeley DB, Memory, NDB und weitere); man kann sogar seine eigene Engine einbinden. Die einzelnen Tabellentypen bieten unterschiedliche Möglichkeiten: mit und ohne Transaktionen, mit und ohne permanenter Speicherung, mit und ohne Stored Procedures, mit synchroner oder asynchroner Replikation usw. MySQL unterstützt beliebig viele Datenbanken; in jeder Datenbank beliebig viele Tabellen beliebiger Größe – die Beliebigkeit ist nur vom Betriebssystem beschränkt. Die Tabellen in einer Datenbank können vom Typ her beliebig gemischt sein, Abfragen können sich auf Tabellen unterschiedlichen Typs und unterschiedlicher Datenbanken beziehen, sogar auf verschiedenen Maschinen. Die Möglichkeit, unterschiedliche Tabellentypen beliebig zu verwenden, macht MySQL zu einem vielseitigen RDBMS, das sich hervorragend an das jeweilige Anforderungsprofil anpassen kann. Besonderer Beliebtheit erfreut sich MySQL im Bereich von Webservern, da es hier in der Regel unter der freien Lizenz eingesetzt werden kann, was insbesondere für Provider verlockend ist. Das robuste Replikationssystem, das seit der frühen Version 3.23.xx entwickelt wird, ermöglicht eine extreme Skalierung (allerdings kann trotzdem nur in die Masterdatenbank geschrieben werden, während von den replizierten MySQL-Servern nur gelesen werden kann). Bekannte Webdienste setzen auf diese Weise Hunderte von MySQL-Servern ein und können damit u. U. (in Verbindung mit anderen Techniken, zum Beispiel Squid als reverse Proxy) beliebige Lasten bedienen.

NAT
Kurzform von:NAT (Network Address Translation) ist in Computernetzen der Sammelbegriff für Verfahren, um automatisiert und transparent Adressinformationen in Datenpaketen durch andere zu ersetzen.

Üblicherweise wird NAT an einem Übergang zwischen zwei Netzen durchgeführt. Der NAT-Dienst kann auf einem Router, einer Firewall oder einem anderen spezialisierten Gerät laufen. So kann zum Beispiel ein NAT-Gerät mit zwei Netzwerkadaptern das lokale private Netz mit dem Internet verbinden. Man unterscheidet zwischen Source NAT, bei dem die Quell-IP-Adresse ersetzt wird, und Destination NAT, bei dem die Ziel-IP-Adresse ersetzt wird.

NCPI
Akronym von:Network Critical Physical Infrastructure
OEM
Akronym von:Original Equipment Manufacturer

Unter einem Original Equipment Manufacturer (deutsch: Originalausrüstungshersteller) versteht man dem Wortsinn nach einen Hersteller fertiger Komponenten oder Produkte, der diese in seinen eigenen Fabriken produziert, sie aber nicht selbst in den Handel bringt. In etlichen Branchen hat sich jedoch die gegenteilige Bedeutung des Begriffs OEM etabliert. So versteht man z. B. in der Automobil- oder Golfsportartikelindustrie unter einem OEM ein Unternehmen, das fertige Produkte unter eigenem Namen in den Handel bringt. In der Computerbranche findet der Begriff OEM in recht unterschiedlichen Zusammenhängen Anwendung. Auf diese wird weiter unten im Artikel näher eingegangen. Seit Ende der 1990er Jahre gingen viele namhafte Computerhersteller aufgrund des enormen Kostendrucks dazu über, die Herstellung ihrer Produkte im niedrigeren Preisbereich an taiwanische Auftragshersteller zu übertragen. Später kamen Produkte im mittleren und höheren Preissegment hinzu. Insbesondere tragbare Rechner werden heutzutage fast nur noch von taiwanischen Auftragsherstellern gefertigt. Da Computerhersteller mit eigener Entwicklungsabteilung darauf angewiesen sind, Neuheiten vor der Konkurrenz auf den Markt zu bringen, ist Diskretion ein zentraler Geschäftsgrundsatz dieser Branche. Dennoch gelangen immer wieder Informationen über unangekündigte Produkte an die Öffentlichkeit. Opfer solcher Ausforschungen ist allen voran der amerikanische Computer-Hersteller Apple. Da Apple in der Vergangenheit regelmäßig bei neu vorgestellten Produkten die Nachfrage unterschätzt hatte, lässt Apple inzwischen bereits monatelang auf Halde produzieren, was dazu führte, dass neue Produkte sich immer schwieriger verheimlichen ließen.

OpenSource
Definition:Quelloffenheit des Programmcodes

Der Ausdruck Open Source (engl.) bzw. Quelloffenheit wird meist auf Computer-Software angewendet und meint im Sinne der Open Source Definition, dass es jedem ermöglicht wird, Einblick in den Quelltext eines Programms zu haben, sowie die Erlaubnis zu haben, diesen Quellcode auch beliebig weiterzugeben oder zu verändern.

PDA
Kurzform von:Personal Digital Assistant

Ein Personal Digital Assistant (PDA) (englisch für persönlicher digitaler Assistent) ist ein kleiner tragbarer Computer, der neben vielen anderen Programmen hauptsächlich für die persönliche Kalender-, Adress- und Aufgabenverwaltung benutzt wird.

Perl
Definition:Perl ist eine freie, plattformunabhängige und interpretierte Programmiersprache.

Der Linguist Larry Wall entwarf sie 1987 als Synthese aus C, den UNIX-Befehlen und anderen Einflüssen. Ursprünglich als Werkzeug zur System- und Netzwerkadministration vorgesehen, hat Perl auch bei der Entwicklung von Webanwendungen und in der Bioinformatik weite Verbreitung gefunden. Hauptziele sind eine schnelle Problemlösung und größtmögliche Freiheit für Programmierer. Der Umgang mit Texten und viele frei verfügbare Module sind Stärken der Sprache. Der Name Perl bezieht sich auf ein Zitat aus dem Matthäus-Evangelium [13,46], in dem Jesus das Himmelreich mit dem Bild eines Händlers beschreibt, der seinen gesamten Besitz verkaufen will, um eine kostbare Perle zu erwerben. Noch vor der Veröffentlichung wurde der Name von „Pearl“ in „Perl“ geändert, da es bereits eine Programmiersprache namens PEARL gab. Allgemein verbreitet und von Larry Wall akzeptiert sind auch die Backronyme Practical Extraction and Report Language (zweckmäßige Extraktions- und Berichtssprache) und Pathologically Eclectic Rubbish Lister (krankhaft vielseitiger Blödsinnsauflister). Die Schreibweise „Perl“ bezeichnet die Sprache, „perl“ dagegen das Programm, das diese Sprache interpretiert. Ferner legt die Perl-Gemeinde Wert darauf, dass nicht die Schreibweise „PERL“ verwendet wird.

PHP
Kurzform von:Hypertext Preprocessor, ursprünglich „Personal Home Page Tools“

Eine Programmiersprache mit einer an Java bzw. Perl angelehnten Syntax, die hauptsächlich zur dynamischen Erstellung von Webseiten oder Webanwendungen verwendet wird. PHP ist Open-Source-Software. PHP zeichnet sich besonders durch die leichte Erlernbarkeit, die breite Datenbankunterstützung und Internet-Protokolleinbindung sowie die Verfügbarkeit zahlreicher, zusätzlicher Funktionsbibliotheken aus. Es existieren beispielsweise Programmbibliotheken, um Bilder und Grafiken zur Einbindung in Webseiten dynamisch zu generieren.

Policies
Akronym von:Die Politik/Strategie/Richtlinie, welche dahinter steht
SAN
Kurzform von:Als Storage-Area-Network (SAN, dt. Speichernetzwerk) bezeichnet man im Bereich der Datenverarbeitung ein Netzwerk zur Anbindung von Festplattensubsystemen und Tape-Libraries an Server-Systeme.

Ein Storage Area Network (SAN) unterscheidet sich von einem Local Area Network (LAN), indem es ein Netzwerk zwischen Servern und von den Servern genutzten Speicherressourcen darstellt. Der Datenverkehr in einem SAN besteht hauptsächlich in der Übertragung von blockbasierten Daten. Blockbasierte Datenzugriffe werden in der Kommunikation zwischen Rechnern und deren Festplatten (ATA und SCSI) verwendet. Bei einem blockbasierten Datenaustausch werden durch den Rechner einzelne Datenblöcke von einer Festplatte angefordert ("Block 6001 von Festplatte 4"). Im Gegensatz dazu werden bei einem dateibasierten Datenaustausch über CIFS oder NFS ganze Dateien angefordert ("Datei /home/user/readme.txt"). In den meisten SANs wird das SCSI-Kommunikationsprotokoll verwendet, welches dann auf Fibre Channel (FC) und iSCSI als Transport-Protokolle aufsetzt. Ein SAN ist eine Erweiterung von Direct Attached Storage (DAS). Während DAS eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen einem Server und einem Daten-Speicher bildet, ermöglicht ein SAN die Anbindung von mehreren Servern an mehrere Speicher-Systeme über ein Netzwerk.

SLR
Kurzform von:Scalable Linear Recording

Scalable Linear Recording (SLR) ist ein Magnetband-System des norwegischen Unternehmens Tandberg Data für die Sicherung (Backup) und Archivierung von Daten. SLR ist eine Weiterentwicklung der QIC-Speichermedien. In der leistungsfähigsten Variante, dem SLR140-Format, können pro Band bis zu 70 GB Daten unkomprimiert bei einer Datentransferrate von bis zu 6 MB/s gesichert werden. Die Lebensdauer des Bandes hängt vom verwendeten Format ab und ist laut Hersteller Imation zwischen 5.000 und 15.000 Durchläufe.

SMP
Kurzform von:Ein Symmetrisches Multiprozessorsystem (SMP) ist eine Multiprozessor-Architektur, bei der die laufenden Prozesse auf alle verfügbaren Prozessoren verteilt werden können

Symmetrisches Multiprocessing ist seit Ende der 80er Jahre die Standard-Architektur für Multiprozessor-Maschinen mit bis zu 16 CPUs, während asymmetrisches Multiprocessing praktisch nicht mehr zum Einsatz kommt. Die Möglichkeit, dass jede CPU jeden Prozess ausführen können muss, führt jedoch bei größeren Systemen dazu, dass der Speicherbus zum Flaschenhals wird. Mit jeder zusätzlichen CPU sinkt der relative Leistungs-Gewinn, da die Speichersubsysteme die Daten nicht mehr schnell genug liefern können, um alle vorhandenen CPUs auszulasten. Ein weiteres Problem bei SMP ist das CPU Hopping, bei dem Prozesse ständig zwischen den einzelnen CPUs wechseln. Normalerweise wäre dies kein Problem, aber da in SMP-Systemen häufig CPUs mit sehr großen und mehrfach gestaffelten Caches zum Einsatz kommen, um die bereits geschilderte Auslastung des Speichersystems zu vermindern, führt der schnelle Wechsel der laufenden Prozesse außerdem zu einer Leistungsverminderung durch sogenanntes Cache Thrashing. Darunter versteht man den ständigen Wechsel der Cache-Inhalte durch unterschiedliche Prozesse, welche in der Regel auf unterschiedliche Datenbereiche zugreifen. Man kann dem Effekt jedoch durch Zuweisen einer höheren Affinität der Prozesse zu der jeweils ausführenden CPU entgegenwirken. Bei Weiterentwicklungen wie zum Beispiel der NUMA (Non Uniform Memory Access) werden diese Probleme vermindert. Prinzipiell eignen sich alle modernen CPU-Architekturen mehr oder weniger gut für den Einsatz in SMP-Systemen. Unterschiede gibt es allein in der benötigten Zusatzhardware und der zu erwartenden Leistungssteigerung pro CPU. Während mit einigen CPU-Varianten bereits relativ einfach 2- oder 4-Wege-Systeme gebaut werden können, da im CPU-Bus bereits Teile der benötigten Funktionalität implementiert sind (z. B. alle Intel-Systeme mit GTL+ Bus), sind bei anderen Systemen relativ aufwändige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen notwendig (AMD K7 und DEC/Compaq/HP Alpha mit EV6-Bus). Zur Zeit gehen die Hersteller aus Gründen der Leistungsfähigkeit dazu über, auch die benötigten Memorycontroller in die CPU zu integrieren. Dadurch wiederum ist es sinnvoll, auf dem Chip mehrere CPU-Kerne zu integrieren, da ein einziger Kern die zur Verfügung stehende Bandbreite des Speichersystems nicht immer auslasten kann. Solche Multicore-Prozessoren sollten nicht mit Hyper-Threading-fähigen Prozessoren verwechselt werden, da es sich hierbei um komplett eigenständige Kerne mit zugehöriger Infrastruktur (L1/L2 Caches, FPU, etc) handelt.

SNMP
Kurzform von:Simple Network Management Protokol
SSI
Kurzform von:Server Side Includes

Server Side Includes, auch bekannt als SSI, ist eine Art einfache serverseitige Skriptsprache, die ausschließlich im World Wide Web verwendet wird. Sie wird hauptsächlich dazu genutzt, den Inhalt einer Datei oder die dynamische Ausgabe eines Programmes oder Skriptes in eine Webseite einzufügen.

TCP
Kurzform von:Transmission Control Protocol

Das Transmission Control Protocol (TCP) ist eine Vereinbarung (Protokoll) darüber, auf welche Art und Weise Daten zwischen Computern ausgetauscht werden sollen. Alle Betriebssysteme moderner Computer beherrschen TCP und nutzen es für den Datenaustausch mit anderen Rechnern. Das Protokoll ist ein zuverlässiges, verbindungsorientiertes Transportprotokoll in Computernetzwerken. Es ist Teil der Internetprotokollfamilie, der Grundlage des Internets. Entwickelt wurde TCP von Robert E. Kahn und Vinton G. Cerf. Ihre Forschungsarbeit, die sie im Jahre 1973 begannen, dauerte mehrere Jahre. Die erste Standardisierung von TCP erfolgte deshalb erst im Jahre 1981 als RFC 793. Danach gab es viele Erweiterungen, die bis heute in neuen RFCs, einer Reihe von technischen und organisatorischen Dokumenten zum Internet, spezifiziert werden und alle zu TCP gehören. Im Unterschied zum verbindungslosen UDP (User Datagram Protocol) stellt TCP einen virtuellen Kanal zwischen zwei Endpunkten einer Netzwerkverbindung (Sockets) her. Auf diesem Kanal können in beide Richtungen Daten übertragen werden. TCP setzt in den meisten Fällen auf das IP (Internet-Protokoll) auf, weshalb häufig (und oft nicht ganz korrekt) auch vom „TCP/IP-Protokoll“ die Rede ist. Es ist in Schicht 4 des OSI-Referenzmodells angesiedelt. Aufgrund seiner vielen angenehmen Eigenschaften (Datenverluste werden erkannt und automatisch behoben, Datenübertragung ist in beiden Richtungen möglich, Netzwerküberlastung wird verhindert usw.) ist TCP ein sehr weit verbreitetes Protokoll zur Datenübertragung. Beispielsweise wird TCP als (fast) ausschließliches Transportmedium für das WWW, E-Mail, Daten in Peer-to-Peer-Netzwerken und viele andere populäre Netzwerkdienste verwendet.

TLD
Kurzform von:Top-Level-Domain

Jeder Name einer Domain im Internet besteht aus einer Folge von durch Punkte getrennten Zeichen. Die Bezeichnung Top-Level-Domain (vom englischen top level domain, übersetzt Bereich oberster Ebene; Abkürzung TLD) bezeichnet dabei den letzten Namen dieser Folge und stellt die höchste Ebene der Namensauflösung dar. Heißt der Rechner beispielsweise www.wikipedia.org, so ist org die Top-Level-Domain dieses Rechnernamens. Im so genannten Domain Name System (DNS) werden die kompletten Namen und damit auch die TLDs referenziert und aufgelöst, also einer eindeutigen IP-Adresse zugeordnet. Die Registrierungsstelle legt dabei einen Datenbank-Eintrag über den Inhaber an, der Whois-Abfragen über das gleichnamige Protokoll, ähnlich einem Telefonbuch, ermöglicht. TLDs werden von der IANA in zwei Hauptgruppen und einen Sonderfall unterteilt:

  • allgemeine TLDs (generic TLDs oder gTLDs)
  • länderspezifische TLDs (country-code TLDs oder ccTLDs).
  • die Infrastruktur-TLD arpa (Sonderfall) und das (jedoch nie in Gebrauch gewesene) .root
Länderspezifische TLD-Bezeichner bestehen dabei immer aus zwei Buchstaben, allgemeine aus drei oder mehr Buchstaben. Zu den ccTLDs zählt auch .eu (Europa).

TypoScript
Definition:Syntax der Konfiguration von Typo3
UMTS
Kurzform von:Das Universal Mobile Telecommunication System, besser bekannt unter der Abkürzung UMTS, ist ein Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G)

UMTS wurde von der ITU für IMT-2000 ausgewählt und ist somit einer der Standards der dritten Generation für Mobilfunk. Ursprünglich wurde UMTS vom ETSI standardisiert und wird heute von 3GPP (3rd Generation Partnership Project) weiter gepflegt. Der Standard wird ständig erweitert, so sollen beispielsweise zukünftig die maximal möglichen Datenraten im Downlink durch HSDPA und im Uplink durch HSUPA erhöht werden. Dienste UMTS umfasst erweiterte multimediale Dienste sowie satelliten- und erdgestützte Sendeanlagen. Folgende Dienste können über UMTS angeboten werden:

  • Zwischenmenschliche Kommunikation (Audio- und Videotelefonie)
  • Nachrichtendienste (Unified Messaging, Video-Sprach-Mail, Chat)
  • Informationsverteilung (Internetzugang ->z.B.World Wide Web browsing, Informationsdienste, öffentliche Dienste)
  • Standortbezogene Dienste (persönliche Navigation, Fahrerunterstützung)
  • Geschäftsdienste (Prozessmanagement, Mobilität in geschlossenen Räumen)
  • Massendienste (Bankdienste, e-Commerce, Überwachung, Beratungsdienste)

VPN
Kurzform von:Ein Virtual Private Network (VPN) (dt.: Virtuelles Privates Netz) ist ein Computernetz, das zum Transport privater Daten ein öffentliches Netz (zum Beispiel das Internet) nutzt.

Teilnehmer eines VPN können Daten wie in einem internen LAN austauschen. Die einzelnen Teilnehmer selbst müssen hierzu nicht direkt verbunden sein. Die Verbindung über das öffentliche Netz wird üblicherweise verschlüsselt. Der Begriff „Private“ impliziert jedoch nicht, wie vielfach angenommen, dass es sich um eine verschlüsselte Übertragung handelt. Eine Verbindung der Netze wird über einen Tunnel zwischen VPN-Client und VPN-Server (Concentrator) ermöglicht. Meist wird der Tunnel dabei gesichert, aber auch ein ungesicherter Klartexttunnel ist ein VPN. IP-VPNs nutzen das Internet zum Transport von IP-Paketen unabhängig vom Übertragungsnetz, was im Gegensatz zum direkten Remote-Zugriff auf ein internes Netz (direkte Einwahl beispielsweise über ISDN, GSM, ...) wesentlich flexibler und kostengünstiger ist.

WAN
Kurzform von:Ein Weitverkehrsnetz (engl. wide area network, daher auch im Deutschen oft abgekürzt WAN), auch Weitbereichsnetz, ist ein Rechnernetz, das sich im Gegensatz zu einem LAN oder MAN über einen sehr großen geografischen Bereich erstreckt.

Die Anzahl der angeschlossenen Rechner ist auf keine bestimmte Anzahl begrenzt. WANs erstrecken sich über Länder oder sogar Kontinente. WANs werden benutzt, um verschiedene LANs, aber auch einzelne Rechner miteinander zu vernetzen. Einige WANs gehören bestimmten Organisationen und werden ausschließlich von diesen genutzt. Andere WANs werden durch Internetdienstanbieter errichtet oder erweitert, um einen Zugang zum Internet anbieten zu können. Ein WAN arbeitet auf der Bitübertragungsschicht und der Sicherungsschicht des OSI-Referenzmodells. Wegen der großen Anzahl der angeschlossenen Rechner ist das unadressierte Senden von Informationen (Broadcasting) an alle Rechner kaum effizient zu nennen. Deshalb werden Daten nur an die Empfänger gesendet. Dafür ist ein einheitliches Adressierungsschema notwendig. Außerdem muss es Zwischensysteme geben, die gesendete Datenpakete an die richtige Adresse weiterleiten. Solche Zwischensysteme sind Switches, Paketvermittler, Bridges und Router. Zu den WAN-Technologien zählen zum Beispiel: PDH (Plesiochrone Digitale Hierarchie), SDH (Synchrone Digitale Hierarchie), ATM (Asynchronous Transfer Mode) und das in die Jahre gekommene X.25.

WAP
Kurzform von:Wireless Application Protocol

Das Wireless Application Protocol (WAP) bezeichnet eine Sammlung von Technologien und Protokollen, deren Zielsetzung es ist, Internetinhalte für die langsamere Übertragungsrate und die längeren Antwortzeiten im Mobilfunk sowie für die kleinen Displays der Mobiltelefone verfügbar zu machen. WAP steht damit in direktem Wettbewerb zum i-mode-Dienst.

WCMS
Kurzform von:Web Content Management System

siehe Content Management System

WiFi
Kurzform von:Wireless Fidelity Alliance. Projekt zur Standardisierung von Wireless-Verbindungen.

Die Wi-Fi Alliance (Wireless Fidelity) ist eine 1999 ursprünglich unter dem Namen WECA (Wireless Ethernet Compatibility Alliance) gegründete Organisation, bestehend aus über 200 Unternehmen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Produkte verschiedener Hersteller auf der Basis des IEEE-802.11-Standards zu zertifizieren und somit den Betrieb mit verschiedenen Wireless-Geräten zu gewährleisten (Interoperabilität). Hintergrund war, dass in vielen Produkten der Standard nicht vollständig implementiert bzw. durch proprietäre Erweiterungen aufgeweicht wurde. Somit ergaben sich häufig Inkompatibilitäten zwischen Produkten verschiedener Hersteller. In einigen Ländern (USA, Spanien, Frankreich, Republik Südafrika, ...) wird Wi-Fi fälschlicherweise auch als Synonym für WLAN benutzt. Die Wi-Fi testet entsprechende Komponenten gemäß eigener Richtlinien. Produkte, die diese Prüfung bestehen, erhalten das Wi-Fi-Zertifikat und dürfen damit das Wi-Fi-Logo tragen. Allerdings werden lediglich die Produkte der Wi-Fi-Mitglieder getestet. Die Mitglieder müssen zusätzlich zur Mitgliedsgebühr für jede geprüfte Komponente eine Gebühr entrichten. Ein fehlendes Wi-Fi-Logo stellt demzufolge nicht zwingend eine Abweichung vom Standard dar. Das Konsortium hat am 31. Oktober 2002 bekanntgegeben, mit Wi-Fi Protected Access (WPA) eine Teilmenge des damals zukünftigen IEEE-Standards 802.11i als neue Verschlüsselungstechnik zu etablieren, um bereits vor der Verabschiedung des neuen Standards das als unsicher geltende Verschlüsselungsverfahren WEP abzulösen. Nach der Verabschiedung von 802.11i prägte die Wi-Fi analog dazu den Begriff WPA2.

WML
Kurzform von:Wireless Markup Language

Wireless Markup Language (WML) ist eine XML-basierte Seitenbeschreibungssprache, die eine stark reduzierte Fassung von XHTML darstellt. Sie ist Teil des Wireless Application Protokoll (WAP) und zur Darstellung veränderlicher Inhalte auf Mobiltelefonen entwickelt worden. Der WML-Code wird in einen speziellen Binärcode umgewandelt, der an das Mobiltelefon gesendet wird. Bei älteren Handys mit wenig Speicherplatz ist die Größe einer WML-Datei auf 1600 Byte beschränkt, inzwischen spielt das aber kaum noch eine Rolle. WML verwendet eine vereinfachte Version von JavaScript namens WMLScript.

WYSIWYG
Kurzform von:WYSIWYG ist die Abkürzung für das Prinzip "What You See Is What You Get" („Was du siehst, bekommst du auch.“).

Bei echtem WYSIWYG wird ein Dokument während der Bearbeitung am Bildschirm genauso angezeigt, wie es bei der Ausgabe über ein anderes Gerät, z. B. einem Drucker, aussieht. Der Begriff wurde zuerst Anfang der 1980er im Zusammenhang mit Computer-Drucksatz-Systemen (Desktop Publishing) und Textverarbeitungsprogrammen verwendet. In den 1990ern wurde der Begriff WYSIWYG durch zahlreiche Programme aufgeweicht, bei denen das ausgegebene Dokument nur noch so ähnlich aussieht wie während der Bearbeitung. Insbesondere bei HTML-Editoren ist die Bezeichnung streng genommen nicht korrekt, da die Ausgabe einer HTML-Seite vom verwendeten Browser und dessen Voreinstellungen sowie eventuell den installierten Systemschriften abhängt und deshalb von Betrachter zu Betrachter stark variieren kann.

XML
Kurzform von:Extensible Markup Language

Die Extensible Markup Language (engl. für „erweiterbare Auszeichnungs-Sprache“), abgekürzt XML, ist ein Standard zur Modellierung von halbstrukturierten Daten in Form einer Baumstruktur, der vom World Wide Web Consortium (W3C) definiert wird. XML definiert also Regeln für den Aufbau von Dokumenten, die Daten enthalten, die zum Teil einer fest vorgegebenen Struktur entsprechen, teilweise aber auch Elemente beinhalten, die nicht diesem statischen Schema entsprechen. XML als Rahmenkonzept lässt somit offen, ob und wie ein konkretes XML-Dokument automatisiert verarbeitet werden kann. Für ein XML-verarbeitendes Programm („XML-Anwendung“) müssen die Elemente der jeweiligen Dokumente genau beschrieben werden. Dies betrifft insbesondere die Festlegung der Strukturelemente und ihre Anordnung innerhalb des Dokumentenbaums. Auch für diese Beschreibung selbst stellt XML Standards zur Verfügung, so die DTD. XML ist damit ein Standard zur Definition von beliebigen, in ihrer Grundstruktur jedoch stark verwandten Auszeichnungssprachen, die Programme ebenso wie Daten beschreiben können. Eine Sprache wie XML zur Definition anderer Sprachen nennt man Metasprache. XML ist eine vereinfachte Teilmenge von SGML.

 

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