Grundlagen der Virtualisierung

Die Frage „Was ist Virtualisierung?“ lässt sich gar nicht so einfach beantworten, wie man es zunächst glauben mag. Virtualisierung (oder virtuell) ist etwas, dass so aussieht und sich so verhält, als wäre es real.

Zugegebenermaßen ist das nun auch keine Definition, die ausreichend Klarheit bringt.

Im IT-Umfeld ist die Definition schon etwas einfacher. Wenn man hier über Virtualisierung spricht, ist damit gemeint, verschiedene Techniken anzuwenden, die es erlauben, bestehende Resourcen eines Computers aufzuteilen, damit diese besser ausgelastet sind.

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Virtualisierung im IT-Umfeld

Auch wenn immer wieder das Argument zu hören ist, der Rechner/Server sei zu langsam, so ist doch in den meisten Fällen festzustellen, dass die Hardwareresourcen aktueller Server kaum ausgelastet sind.

Am Beispiel des Prozessors läst sich das ganz gut darstellen. Moderne MultiCore-CPUs sind mit den normalen Anforderungen eines Fileservers oder Terminalservers schlicht unterfordert. Auch der in den Servern verbaute RAM ist nicht immer voll ausgelastet. Beides ist aber mit mehr oder weniger hohen Investitionskosten angeschafft worden, verbraucht laufend Energie und hat einen entsprechenden Kühlbedarf.

Durch die Virtualisierung können in der Regel ca. 50% - 70% der Gesamtkosten Ihrer IT gesenkt werden.

Folgende Vorteile lassen sich direkt durch die Einführung von Virtualisierungslösungen ableiten:

  • Senkung der Kapitalkosten – weniger Hardwarebedarf, Senkung der Betriebskosten, weniger Personalkosten für Servicetechniker

  • Bessere Auslastung der Resourcen – mehrere virtuelle Maschinen laufen auf nur einem physikalischen Server

  • Reduzierung der Kosten des Serverraums – weniger Fläche, weniger Kühlleistung, weniger Server, weniger Strombedarf

  • Höhere Verfügbarkeit der Hardware – virtuelle Umgebungen unterbrechungsfrei sichern, wiederherstellen, auf andere Serverhardware migrieren

  • Mehr Flexibilität – dynamische Resourcenverwendung, schnelle Bereitsstellung von virtuellen Maschinen, „mal eben“ etwas testen ohne Hardware kaufen zu müssen

  • Geringerer Verwaltungsaufwand – zentrale Verwaltungsoberfläche, weniger Verwaltungsobjekte

Kostensenkung

Platzbedarf

Stromverbrauch

Verfügbarkeit

Flexibilität

Verwaltungsaufwand

Natürlich hängen die dargestellten Werte davon ab, wieviele Server Sie virtualieren möchten und dienen hier lediglich der grafischen Veranschaulichung!

Anhand der oben genannten Vorteile lässt sich schnell ableiten, dass Virtualisierung kein neuer Hype ist, sondern eine erst zu nehmende Lösung um die IT-Kosten zu senken und die heute benötigte Flexibilität zu erhöhen. Insbesondere der Themenbereich GreenIT wird unter anderem mit Virtualisierung real umgesetzt.

Dabei sei noch angemerkt, das die Geschichte der Virtualisierungstechniken bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückreicht. Damals musste man sich bereits zu Zeiten der großen (und teuren) Mainframes Lösungen einfallen lassen, um die doch arg knappen Resourcen besser ausnutzen zu können.

Auf der x86-Plattform wird ebenfalls schon lange (Mitte/Ende der 90er Jahre) mit Virtualisierungstechnologien gearbeitet. Somit kann heute auf eine ausgereifte Virtualisierungstechnologie zurückgegriffen werden, die ihre Kinderkrankheiten bereits abgelegt hat.

Servervirtualisierung

Durch die Abstrahierung des Betriebssystems und der Anwendungen von der physischen Hardware erreichen Sie eine kosteneffizientere, flexiblere und einfachere Serverumgebung.

Die Servervirtualisierung ermöglicht die Ausführung mehrerer Betriebssysteme auf einem einzigen physischen Server als virtuelle Maschinen, von denen jede Zugriff auf die Computing-Ressourcen des zugrunde liegenden Servers hat.

Die meisten Server sind nur zu 15 Prozent ausgelastet, was zu Serverwildwuchs und mehr Komplexität führt. Servervirtualisierung löst dieses Problem. VMware vSphere stellt eine vollständige Servervirtualisierungsplattform bereit.

Desktop-Virtualisierung

Die Bereitstellung von Desktops als Managed Service bietet Ihnen die Möglichkeit, schneller auf sich verändernde Anforderungen und neue Verkaufschancen zu reagieren.Senken Sie Kosten und erhöhen Sie die Servicequalität durch schnelles und einfaches Bereitstellen von virtualisierten Desktops und Anwendungen für Zweigstellen, Mitarbeiter an externen bzw. ausgelagerten Standorten sowie mobil arbeitende Mitarbeiter auf iPads und Android-Tablets.

Die skalierbaren, konsistenten, sicheren und hochverfügbaren VMware-Desktop-Lösungen gewährleisten maximale Betriebszeit und Produktivität.

Storage-Virtualisierung

Große Datenvolumen und Echtzeitanwendungen erfordern immer mehr Speicherkapazität. Als führende Lösung für  hyperkonvergierten Software-Defined Storage für virtuelle Umgebungen wendet  VMware Virtual SAN™ das Prinzip des Software-Defined Datacenter von VMware auf Storage an und abstrahiert die Festplatten und Flash-Laufwerke Ihrer Server, um diese zu leistungsstarken Storage-Pools zusammenzufassen und als Software bereitzustellen. Virtual SAN bietet einfaches, richtlinienbasiertes Provisioning und ist in vSphere Web Client integriert. Auf diese Weise können Sie sowohl Computing- als auch Storage-Ressourcen leicht über eine einzige Oberfläche verwalten.

Netzwerkvirtualisierung

Bei der Netzwerkvirtualisierung handelt es sich um die vollständige Reproduktion eines physischen Netzwerks in Software. Virtuelle Netzwerke bieten die gleichen Funktionen und Qualitäten wie physische Netzwerke, zusätzlich jedoch auch die betrieblichen Vorteile und die Hardwareunabhängigkeit von Virtualisierungslösungen: schnelles Provisioning, unterbrechungsfreie Bereitstellung, automatisierte Wartung und Unterstützung von Legacy- und neuen Anwendungen.

Durch Netzwerkvirtualisierung stehen für verbundene Workloads im Netzwerk logische Netzwerkgeräte und -services zur Verfügung: logische Ports, Switches, Router und Firewalls, logischer Lastausgleich, logische VPNs usw. Anwendungen werden im virtuellen Netzwerk exakt auf die gleiche Art ausgeführt wie im physischen Netzwerk.

Anwendungsvirtualisierung

Um die Servicequalität und SLAs von Tier-1-Business-Anwendungen in virtuellen Umgebungen einzuhalten, müssen sich IT-Organisationen auf die Virtualisierungskomponenten des Projekts, die Verwaltung und Überwachung der virtualisierten Business-Anwendungen sowie auf die Wahrung der Unternehmensrichtlinien für  Business Continuity und Disaster Recovery konzentrieren.

Mit der Tier-1-Anwendungsvirtualisierung von VMware auf Basis von VMware vCloud Suite® können Sie die Qualität der bereitgestellten IT-Services verbessern. Gleichzeitig können Sie Ihre Infrastruktur vereinfachen, die Effizienz maximieren und ein mit hohen Kosten verbundenes Overprovisioning von Ressourcen verhindern.

Infografik

Hier finden Sie die vmWare Infografik zum Download

Video zu vmWare 6 (in englischer Sprache)

Nützliche Links zu vmWare

vmWare vSphere

Informationen zu vSphere (vmWare Webseite)

Business Continuity und Disaster Recovery

Informationen zu Hochverfügbarkeit und Disaster Recovery (vmWare Webseite)

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