Nutzer klagen über Probleme mit der E-Mail-Anwendung auf iPhone und iPad. Die zeigt unter Umständen uralte Phantommails an.

Das Jahr 1970 macht Apple erneut Probleme: Wie Nutzer unter anderem aus Großbritannien sowie in den offiziellen Apple-Foren berichten, kommt es vor, dass die Mail-Anwendung unter iOS in unregelmäßigen Abständen Phantomnachrichten anzeigt, die keinen Inhalt haben – mit Datum vom 1.1. 1970. Auch Absender oder Betreffzeile fehlen. Zudem sollen sie sich nicht einfach löschen lassen.

Wie genau es zu dem Fehler kommt, ist bislang noch unklar. Er scheint vor allem Nutzer zu betreffen, die IMAP-Accounts verwenden und häufiger Zeitzonen wechseln. Der 1.1. 1970 ist die Unixzeit – also die Datumsnullstellung im System. Zuletzt hatte Apple hier bereits Schwierigkeiten einräumen müssen: Stellte man 64-Bit-iOS-Geräte auf dieses Datum, verfingen sie sich in einer Bootschleife. iOS 9.3 soll das Problem beheben.

Der Mail-Bug, der offenbar keinen weiteren Schaden verursacht, lässt sich recht einfach fixen: Zunächst schießt man die Mail-Anwendung über den App-Switcher ab und führt dann einen Reset durch (Home-Knopf und Anschalt-Knopf gleichzeitig drücken, bis das Apple-Logo erscheint). Anschließend sollten die Geister-E-Mails nicht mehr auftauchen.

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Quelle: //heise.de/-3130165