Nach der Genehmigung durch die Europäische Kommission am Mittwoch ist es nun offiziell: Microsoft hat das professionelle Netzwerk LinkedIn für 26,2 Milliarden US-Dollar übernommen.

Microsoft hat die Übernahme des Business-Netzwerks LinkedIn am Donnerstag offiziell abgeschlossen. Die Unternehmen hatten den Übernahmeplan im Juni 2016 angekündigt. Sechs Monate nach der Bekanntgabe des Deals hat am Mittwoch auch die Europäische Kommission grünes Licht gegeben. Microsoft zahlt 26,2 Milliarden US-Dollar für das Netzwerk.

Die Übernahme bringe „die weltweit führende professionelle Cloud und das weltweit führende professionelle Netzwerk zusammen um besser vernetzte, produktive und intelligente Erfahrungen für unsere Mitglieder und Kunden zu ermöglichen“, sagte Microsofts CEO Satya Nadella in seinem Artikel auf LinkedIn. Durch die Kombination von LinkedIn mit Office 365 und Dynamics solle professionellen Nutzern ein weiteres Aktionsfeld geboten werden. Jeff Weiner, CEO von LinkedIn betont in seinem Schreiben an die Angestellten, dass die Kollaboration mit Microsoft besonders im Hinblick auf Strategie und Firmenkultur eine Bereicherung sei und LinkedIn mit dieser Übernahme zu den „großen Firmen“ gehöre.

Laut LinkedIns CEO bleibt das Führungsteam dasselbe

„Unser Engagement für Privatsphäre und Security wird sich nicht ändern. Und unsere Partner sind immer noch das Herz unseres Geschäftsfelds. Wir werden weiterhin LinkedIn wachsen lassen und Werte für unsere Mitglieder und Kunden schaffen.“ Weiner schreibt weiterhin, dass sich in der täglichen Arbeit nichts ändern würde, das Führungsteam bliebe dasselbe.

Die Fusion von LinkedIn mit Microsoft hieße aber nicht, dass LinkedIn in Windows integriert sein wird und andere berufliche Netzwerke wie XING keine Chance mehr hätten. Microsoft hat zugesagt, dass PC-Hersteller und Händler nicht gezwungen werden, LinkedIn in Windows zu installieren. Wenn das Betriebssystem vorinstalliert ist, müssen Nutzer LinkedIn entfernen können. Konkurrierende Anbieter von Karriere-Netzwerken müssen die Möglichkeit haben, ihre Produkte mindestens so kompatibel mit dem Microsoft-Office-Paket zu halten, wie sie es heute sind.

Quelle: //heise.de/-3566549